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Häufige Fragen zum Landesprogramm WOS

Ein leuchtendes gelbes Fragezeichen liegt in einer Menge von vielen dunkelgrauen Fragezeichen. © pixabay.com / qimono

Die nachfolgenden Regelungen dienen als Hinweise und ersetzen nicht die Bestimmungen des Zuwendungsbescheides und der Richtlinie Weltoffenes Sachsen.

Stand: 1. März 2021

  • 31. August des laufenden Jahres für das Folgejahr
  • 31. Januar des jeweiligen laufenden Jahres für Projekte, die ab dem 1. Mai oder später beginnen sollen und bis Ende des Antragsjahres abgeschlossen werden

Entsprechend der Förderrichtlinie Weltoffenes Sachsen vom 10. März 2020 ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) Antrags- und Bewilligungsstelle. Der vollständige Antrag ist per postalischer Übersendung zu den bekannten Fristen bei der SAB einzureichen. Für die Fristwahrung gilt bei der postalischen Übersendung der Posteingangsstempel.

Die Abgabefrist wird ebenfalls eingehalten, wenn

  • der unterschriebene Antrag vorab per E-Mail oder per Fax fristgerecht in der SAB eingeht.
  • der Antrag fristgerecht in einer anderen SAB-Filiale außerhalb Dresdens abgegeben worden ist.

Auf dem Antrag sind das Ausstellungsdatum und der Stempel (wenn vorhanden) sowie die Unterschrift des bzw. der Zeichnungsbefugten zwingend erforderlich.

Die Anlage 1 »Mittlerziele« sowie die Anlage »Ausgabenplan« des Antrags sind ebenfalls zwingend mit Datum, Stempel und Unterschrift zu versehen.

Bei Antragsänderungen und bei Anpassungen des Ausgabenplans sind das aktuelle Datum der Änderung bzw. Anpassung, der Stempel und die Unterschrift erforderlich.
 

Sollten sich Änderungen im Hinblick auf eine zeichnungsberechtige Person ergeben, so ist dies der Bewilligungsstelle Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

Bewilligungs- und Ablehnungsbescheide werden durch die Bewilligungsstelle Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) erstellt. Die Dauer von Antrag zu Bescheid ist einzelfallabhängig. Individuelle Nachfragen können an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SAB gerichtet werden.

Bildungsfahrten sind Projekte, die innerhalb und außerhalb des Freistaats Sachsen durchgeführt werden können. Führen Bildungsfahrten zu Orten außerhalb von Sachsen, muss ein besonderer Bedarf dargestellt und ihre Wirkungsweise im Freistaat Sachsen nachgewiesen werden. Es handelt sich um Fahrten im Kontext politisch-historischer Bildung, das heißt vorrangig zu Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus und Gedenkstätten für die Opfer der SED-Diktator, sowie um Fahrten zum Deutschen Bundestag.

Antragsformular

Es gibt ein spezielles Antragsformular für Bildungsfahrten. Dieses ist hier abzurufen und kann vorab online eingereicht werden. Die postalische Übersendung eines original-unterschriebenen Exemplars ist dennoch notwendig, um einen Zuwendungsbescheid zu erhalten.

Die Einreichung der Anlage 1 »Mittlerziele« sowie der Anlage »Ausgabenplan« ist für die Beantragung von Zuwendungen für eine Bildungsfahrt nicht erforderlich.

Der im Antragsformular abgefragte Wohnort der Teilnehmenden dient als Nachweis zur Wirkungsweise des Projektes in Sachsen.

Antragsfrist

Gemäß der aktuellen Richtlinie WOS (Ziffer VII. Nr. 2) können Anträge aus Ziffer IV Nummer 1 Buchstabe b (Bildungsfahrten), außerhalb der genannten Antragsfristen gestellt werden.

Der Antrag ist bei der Bewilligungsstelle Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) mindestens sechs Wochen vor Beginn des Projektes schriftlich einzureichen.

Tagessätze

Gefördert werden sowohl Ein- als auch Mehrtagesfahrten ins In- und Ausland für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bildungsfahrt und entsprechendes Begleitpersonal. Die Fördersätze pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer und Tag liegen bei

  • 25 Euro für Eintagesfahrten,
  • 20 Euro für Mehrtagesfahrten ins Inland und
  • 30 Euro für Mehrtagesfahrten ins Ausland.

Die Fördersumme darf die 95 Prozent der Gesamtausgaben nicht übersteigen. Förderfähig sind nur vollständige Programmtage, an denen jeweils mindestens fünf Schulstunden beziehungsweise drei Stunden 45 Minuten inhaltlich gearbeitet wird. Bei Mehrtagesfahrten sind die Tage der An- und Abreise förderfähig, wenn mehr als 50 Prozent der gesamten Bildungsfahrt vollständige Programmtage sind.

Vor- und Nachbereitungszeiten selbst sind pro Teilnehmenden und Vor- bzw. Nachbereitungstag jeweils in Höhe von 10 Euro förderfähig. Ausgenommen sind Vor- und Nachbereitungsaktivitäten, welche im schulischen Kontext stattfinden.

Antragsunterlagen können vorab per E-Mail (wos@sab.sachsen.de) oder per Fax an die SAB gesandt werden. Die Einreichung des Antrags im Original ist bei der SAB erforderlich.

Sächsische Aufbaubank - Förderbank -, Abteilung Bildung, 01054 Dresden

Arbeitet Fremdpersonal dauerhaft im Projekt mit, zählen die entstehenden Ausgaben zu den Personalausgaben.

  • Beispiel: Eine Dozentin, die eine Workshop-Reihe im Projekt konzipiert, betreut und durchführt wird den Personalausgaben zugeordnet.

Handelt es sich um eine oder mehrere Einzelleistungen (Einzelaufträge), zählen die Ausgaben zu den Sachausgaben.

  • Beispiel: Ein Dozent, der zwei Workshops im Projekt durchführt wird den Sachausgaben zugeordnet.

Die Höhe der Mietausgaben sollte sich an den ortsüblichen Mietpreisspiegel orientieren. Abweichungen sind im Antrag zu begründen.

Mikroprojekte sind Projekte, die einen Höchstförderbetrag von 3.500 Euro nicht überschreiten und kurzfristig auf konkrete regionale Bedarfe unter Bezug auf politisch relevante Rahmenbedingungen, anlassbezogene lokale Ereignisse oder empirische Befunde reagieren.

Antragsformular

Es gibt ein spezielles Antragsformular für Mikroprojekte. Das Formular ist hier abzurufen und kann vorab online eingereicht werden. Die postalische Übersendung eines original-unterschriebenen Exemplars ist dennoch notwendig, um einen Zuwendungsbescheid zu erhalten.

Die Einreichung der Anlage 1 »Mittlerziele« sowie der Anlage »Ausgabenplan« ist für die Beantragung von Zuwendungen für ein Mikroprojekt nicht erforderlich.

Antragsfrist

Gemäß der aktuellen Richtlinie WOS (Ziffer VII. Nr. 2) können Anträge für Projekte, die den Höchstförderbetrag von 3.500 Euro nicht überschreiten, unter den dort genannten Bedingungen außerhalb der genannten Antragsfristen gestellt werden.

Der Antrag ist bei der Bewilligungsstelle mindestens sechs Wochen vor Beginn des Projektes schriftlich einzureichen.

Höhe der Zuwendung

Der Höchstförderbetrag von 3.500 Euro darf nicht überschritten werden.

Bei der Antragstellung für ein Projekt mit mehrjähriger Laufzeit (maximal drei Jahre) ist Folgendes zu beachten:

Zusammen mit dem Antrag ist eine Begründung einzureichen, warum das Projektziel erst nach mehrjähriger Durchführung erreicht werden kann.

Bei jahresübergreifender Antragstellung ist den Antragsunterlagen ein Gesamtausgabenplan sowie ein spezifischer Ausgabenplan für das erste Projektjahr beizufügen.

Für das zweite und dritte Jahr ist jeweils ein Folgeantrag bei der Bewilligungsstelle einzureichen.

Reisekosten werden im Rahmen des Sächsischen Gesetzes über die Reisekostenvergütung der Beamten und Richter in der jeweils gültigen Fassung anerkannt.

Der Einsatzinhalt beziehungsweise die ausgeübte Tätigkeit sind in der Anlage »Ausgabenplan« sowohl für Eigen- als auch für Fremdpersonal darzustellen. Sollte das Formularfeld nicht ausreichen, um die Tätigkeit der am Projekt beteiligten Personen schlüssig darzustellen, kann dem Antrag eine ausführlichere Tätigkeitsbeschreibung in Form einer Anlage beigefügt werden.

Personalausgaben sind in der Regel nur bis zur Höhe der Vergütungsgruppe E9 nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zuwendungsfähig. Im Einzelfall sind jedoch Ausnahmen möglich. Diese müssen anhand der Projekt- und Stellenerfordernisse in einer Anlage zum Antrag begründet werden.

Teilnehmergebühren werden als ein Teil der Eigenmittel zur Finanzierung des eingereichten Projektes anerkannt.

Verwaltungskosten, wie zum Beispiel Strom-, Reinigungs- oder Telefonkosten, zählen zu den förderfähigen Sachausgaben. Sie können in projektindividuellem Umfang direkt unter dem Punkt 2.3 »Sonstige projektbezogene Sachausgaben« in der Anlage »Ausgabenplan« beantragt werden.

Im Juni 2019 hat die Sächsische Staatsregierung Maßnahmen zur Vereinfachung von Förderverfahren beschlossen. Diese wurden seit März 2020 auch für die Richtlinie WOS umgesetzt. Seitdem entfällt sowohl die Beantragung als auch die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns. Diese Regelung wird für alle Projekte unabhängig von ihrer Fördersumme angewandt.

Projekte können mit Antragsstellung auf eigenes Risiko beginnen. Kostenneutrale, projektvorbereitende Maßnahmen (z. B. Stellenausschreibungen, Reservierungen) können also nach Antragseingang bei der Bewilligungsstelle Sächsische Aufbaubank – Förderbank – vorgenommen werden. Anfallende Ausgaben können jedoch nur im Bewilligungszeitraum anerkannt werden.
 

Gemäß Ziffer III. Nummer 1 der Richtlinie »Weltoffenes Sachsen« vom 10. März 2020 können Zuwendungsempfänger sein:

  • eingetragene Vereine und Verbände
  • staatlich anerkannte freie Träger
  • staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften
  • kommunale Gebietskörperschaften einschließlich ihrer Eigenbetriebe
  • gemeinnützige juristische Personen des Privatrechts, an denen eine kommunale Gebietskörperschaft mit Mehrheit beteiligt ist
  • Fachhochschulen, Hochschulen und Berufsakademien
  • Forschungs- und Kultureinrichtungen
  • Träger öffentlicher Schulen und staatlich anerkannter oder genehmigter Ersatzschulen
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